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Samtgemeinde Jesteburg

Kopfbereich - Bendestorf, Harmstorf und Jesteburg

Auszug - Bebauungsplan Nr. 1.52 "Alte Gärtnerei" 1. Entwurfsbeschluss 2. Auslegungsbeschluss  

Sitzung des Bau-, Planungs- und Wegeausschusses der Gemeinde Jesteburg
TOP: Ö 7
Gremium: Bau-, Planungs- und Wegeausschuss Jesteburg Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mi, 04.02.2015 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 19:00 - 20:22 Anlass: Sitzung
Raum: Dorfgemeinschaftshaus
Ort: Itzenbüttel
VO/GJ/009/15 Bebauungsplan Nr. 1.52 "Alte Gärtnerei"
1. Entwurfsbeschluss
2. Auslegungsbeschluss
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Verfasser:1. K. Kirchner
2. T. Burmester
3. Der Gemeindedirektor
Federführend:Fachbereich III (Bauen) NN Bearbeiter/-in: Kirchner, Kerstin

Frau Witte begrüßt Frau Mehring und Frau Hagemann vom Planungsbüro Mehring.

 

Frau Mehring stellt die Entwurfsunterlagen anhand einer Planzeichnung vor und erläutert die Lage des Plangebietes anhand eines Luftbildes. Es wurden in der Planzeichnung bewusst wenige Festsetzungen getroffen, um der Samtgemeinde die nötige Freiheit bei der Gestaltung des Grundstückes und Anordnung der baulichen Anlagen zu überlassen. Das Plangebiet ist festgesetzt als Gemeinbedarfsfläche Feuerwehr. Für das Bestandsgebäude ist darüber hinaus die Festsetzung "sozialen Zwecken dienende Gebäude und Einrichtungen" festgesetzt. Westlich an das Plangebiet schließt sich ein geschütztes Biotop an. Die Straßenbaubehörde hatte zur Auflage gemacht, dass es lediglich einen Zu- und Abfahrtsbereich gibt. Dieser wurde an der östlichen Grundstücksgrenze angeordnet.

 

Herr Burmester ergänzt, dass die Ortsdurchfahrtsgrenze bis zum Ortsschild Jesteburg hinaus gezogen wird. Bedingt hierdurch ist keine Bauverbotszone zu berücksichtigen.

 

Frau Mehring führt weiter aus, dass der Zufahrtsbereich zur Feuerwehr auch den Einfahrtsbereich für das Wohnhaus darstellt. Zur Oberflächenentwässerung führt Frau Mehring aus, dass aufgrund der Geländesituation und des hohen Grundwasserstandes eine Versickerung in einem Rückhaltebecken nicht möglich ist. Vorgesehen sind die Herstellung von Staukanälen unterhalb der Parkflächen und eine Einleitung des Oberflächenwassers in den Bredbach. Frau Mehring erläutert die geplante Lage des Feuerwehrgerätehauses anhand eines Lageplanes. Das Gebäude hält zum geschützten Biotop lediglich einen Abstand von 1,5 m, anstatt 3 m ein. Hier ist Frau Mehring jedoch der Auffassung, dass durch entsprechende Schutzmaßnahmen während der Bauzeit eine Beeinträchtigung nahezu ausgeschlossen werden kann.

 

Zur Grünordnung führt Frau Hagemann aus, dass sich im Westen ein geschütztes Biotop befindet, im Süden schließt sich ein Erlenauwald an und im Osten ein Eichenbestand. Im Bebauungsplan ist eine Baumreihe als geschützt festgesetzt. Bei der Ermittlung des erforderlichen Ausgleiches war zu berücksichtigen, dass die Gärtnerei bereits seit längerer Zeit nicht bewirtschaftet wurde. Der Landkreis hat auf der Fläche eine naturnahe Entwicklung gesehen, die zu einem höheren Ausgleich führt. Frau Hagemann erläutert, wie die Daten aus der Biotopkartierung sich in der Planzeichnung auswirken. Ein Ausgleich des Eingriffes erfolgt zum Teil im Plangebiet selbst durch Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft. Da das Plangebiet relativ hohe Wertigkeiten insbesondere für Arten und Lebensgemeinschaften aufweist, wird ergänzend eine externe Kompensationsmaßnahme erforderlich. Diese liegt in der Gemarkung Lüllau.

Beschlussvorschlag:

 

Der Verwaltungsausschuss beschließt:

 

1. Dem Entwurf des Bebauungsplanes Nr. 1.52 „Alte Gärtnerei“ wird zugestimmt.

 

2. Die Verwaltung wird beauftragt, die öffentliche Auslegung und die TÖB-Beteiligung vorzubereiten und durchzuführen.

 

Abstimmungsergebnis:

Ja:               Einstimmig