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Samtgemeinde Jesteburg

Kopfbereich - Bendestorf, Harmstorf und Jesteburg

Vorlage - VO/GB/022/19  

Betreff: Berichtswesen und Kennzahlen für die Kindertagesstätten Bendestorf-Harmstorf 2018
Status:öffentlichVorlage-Art:Beschlussvorlage
Verfasser:1. A. Maack
2. Der Gemeindedirektor
Federführend:Fachbereich II (Bürger + Bauen) Bearbeiter/-in: Henning, Kristin
Beratungsfolge:
Ausschuss für Jugend, Soziales und Schule Vorberatung
14.05.2019 
Sitzung des Ausschusses für Jugend, Soziales und Schule Bendestorf zur Kenntnis genommen   
Verwaltungsausschuss Bendestorf Vorberatung
Gemeinderat Bendestorf Entscheidung
18.06.2019 
Sitzung des Gemeinderates Bendestorf (offen)   

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Erläuterung:

 

Die Kennzahlenübersicht umfasst alle 3 Einrichtungen und betrachtet diese im Zusammenhang. Auf Basis der Summe der Aufwendungen und Erträge wird eine anteilige Kostendeckung durch Elternbeiträge und Landeszuschüsse berechnet. Das verbleibende Defizit ist von den Gemeinden zu tragen.

 

Die Gesamtauslastung der Einrichtungen ist zum Ende des Kindergartenjahres (April 2019) gegenüber dem vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Fast alle Gruppen sind zurzeit voll belegt. Die hohe Auslastung konnte auch dadurch erreicht werden, dass in der Krippe seit dem Herbst 2018 mehrere Kinder aus Jesteburg betreut werden. Die tatsächliche Auslastung während des Kalenderjahres wird auf Basis der in Anspruch genommenen monatlichen Betreuungsstunden berechnet und betrug im Jahr 2018 im Regelkindergarten 85,9 %, in der Kinderkrippe 74,0 % und im Waldkindergarten 94,4 %. Bei der Krippe ist zu bedenken, dass während des Jahres regelmäßig Kinder in den Regelkindergarten wechseln und andere neu aufgenommen werden. Dadurch kann die Auslastung in der Regel nicht so hoch sein wie in den anderen Einrichtungen.

 

Die Personalaufwendungen bilden mit ca. 80 % den mit Abstand größten Kostenblock und sind gegenüber dem Vorjahr noch einmal um ca. 69.000,- € bzw. 7,6 % gestiegen. Stark ausgewirkt haben sich die letzten Tariferhöhungen sowie Höhergruppierungen einzelner Mitarbeiterinnen. Im Regelkindergarten sind durch die beschlossene Erweiterung der Betreuungszeit in der 13 Uhr Gruppe ab dem 01.08. höhere Personalkosten angefallen. Es waren fast durchgehend alle Stellen besetzt. Im Gegenzug sind keine Kosten für Zeitarbeitskräfte entstanden. Dies ist sehr positiv hervorzuheben.

 

Die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen sind gegenüber dem Vorjahr etwas gestiegen. Insbesondere die Verpflegungskosten im Regelkindergarten fielen höher aus als im Vorjahr, weil seit dem 01.08. alle Kinder am gemeinsamen Mittagessen teilnehmen. Die Mehrkosten sind durch höhere Elternbeiträge gedeckt.

 

Die Erstattungen an andere Kommunen haben sich um ca. 6.500,- € reduziert, da weniger Kinder auswärtige Einrichtungen besucht haben.

 

Die sonstigen Aufwendungen sind um ca. 8.000,- € gestiegen. Dies ist hauptsächlich auf höhere Geschäftsaufwendungen zurück zu führen. Diese beinhalten insbesondere die EDV- und Telekommunikationskosten, die seit 2018 über die ITK abgerechnet werden und sich sehr deutlich erhöht haben.

 

 

Die Verwaltungskosten wurden unter Einbeziehung der verschiedenen Fachbereiche auf Basis der Ergebnisse der Verwaltungsvereinbarung berechnet und haben sich gegenüber den Vorjahren mehr als verdoppelt. Es werden die Kosten der Samtgemeinde (Fachbereich Personal und Kindergärten) sowie der Gemeindeverwaltung in Bendestorf berücksichtigt. Durch mehrere Personalwechsel in Bendestorf und Jesteburg ergaben sich zeitweise doppelte Personalkosten. Ein Mitarbeiter der Samtgemeindeverwaltung wurde erstmals in die Berechnung mit einbezogen.

Insgesamt sind für den FB 1 (Personal) ca. 16.500,- €, für den FB 2 (Kitas) ca. 31.300,- € und für die Gemeindeverwaltung in Bendestorf ca. 18.800,- € angefallen. Die Verwaltungskosten sollten in diesem Jahr wieder sinken und grundsätzlich überprüft werden.

 

Die Gesamtkosten der Einrichtungen sind gegenüber dem Vorjahr nochmals um ca. 105.000,- € bzw. 9,3 % gestiegen. Hauptgrund sind die gestiegenen Personalaufwendungen und Verwaltungskosten.

 

Das Aufkommen der Benutzungsgebühren war wesentlich durch die Einführung der weitest gehenden Beitragsfreiheit im Elementarbereich zum 01.08. geprägt. Hierdurch ergab sich ein deutlicher Rückgang, der sich aber erst in diesem Jahr voll auswirken wird.

 

Im Gegenzug wurden die Landeszuschüsse zum 01.08. deutlich erhöht. Entgegen der ursprünglichen Einschätzung wirkt sich die Beitragsbefreiung nicht wesentlich auf die Einnahmen der Gemeinde aus. Ein direkter Vergleich ist sehr schwer herzustellen, da das Aufkommen der Elternbeiträge von der Auslastung der Einrichtungen und der Eingruppierung der Eltern in die Einkommensstufen abhängig ist. Die erhöhten Landeszuschüsse sind hingegen grundsätzlich nicht von der Auslastung abhängig, es muss lediglich eine Mindestbelegung in den Gruppen zu einem jährlichen Stichtag erreicht werden. Dies hat für die Gemeinde deutliche Vorteile und führt zu einer besseren Kalkulierbarkeit der Einnahmen. Die Endabrechnung für 2018 liegt noch nicht vor, die ausgewiesenen Zahlen beruhen auf den eingegangenen Abschlagzahlungen. Insofern sind diese Werte noch nicht endgültig !

Im Jahr 2018 sind die (Abschläge für die) Landeszuschüsse deutlich stärker gestiegen als die Elternbeiträge gesunken sind. Es ist allerdings zu bedenken, dass wir für die Krippe eine nicht geplante Nachzahlung erhalten haben und die Auslastung der Einrichtungen nach dem 01.08. gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist, was zu höheren Elternbeiträgen führte. Die Werte für 2019 beruhen ebenfalls auf den Abschlagzahlungen 2018 und sind deshalb unverbindlich.

 

Darüber hinaus erhielten wir im vergangenen Jahr erstmals Zuschüsse des Landkreises, die zukünftig jährlich gezahlt und ggf. noch erhöht werden sollen.

 

Die sonstigen Erträge beinhalten eine Reduzierung der Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub, insbesondere in der Krippe.

 

Die Gesamterträge liegen auf Grund der deutlich gestiegenen Landeszuschüsse und der zusätzlichen Zuschüsse des Landkreises um ca. 139.000,- € über dem Vorjahresergebnis.

 

Das Gesamtdefizit der Einrichtungen hat sich gegenüber dem Vorjahr wie geplant kaum verändert. Es bleibt trotzdem der höchste Wert, der jemals von den Gemeinden zu tragen war.

 

Die Kostendeckung durch Elternbeiträge ist von 23 % auf 19,0 % gesunken und wird sich in diesem Jahr durch die eingeführte Beitragsfreiheit weiter reduzieren.

Der Anteil der Gemeinde hat sich auf 50,3 % reduziert, was noch immer einen sehr hohen Wert darstellt.

 

 

Für 2019 wird mit einem deutlichen Anstieg des Gesamtdefizits gerechnet.

 

Insgesamt steht fest, dass die Gesamtaufwendungen für die Kindertagesstätten insbesondere auf Grund der Tarifabschlüsse weiter deutlich steigen werden. Bei den Landeszuschüssen ist die erste Abrechnung für 2018 von großer Bedeutung. Auf dieser Basis sollen sich die Zuschüsse in den nächsten Jahren weiter erhöhen und damit die Gemeinden entlasten. Hinzu kommen die Zuschüsse durch den Landkreis, die evtl. ebenfalls steigen sollen.

 

 

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Beschlussvorschlag:

Der Bericht und die Kennzahlen werden zur Kenntnis genommen. 

 

Finanzielle Auswirkungen:

nicht benannt

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Anlage/n:

Kennzahlenübersicht Kindertagesstätten 2018

 

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Kennzahlen Kindertagesstätten 2018 (81 KB)