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Samtgemeinde Jesteburg

Kopfbereich - Bendestorf, Harmstorf und Jesteburg

Vorlage - VO/GJ/022/20  

Betreff: Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes Nr. 1.46 "Am Brettbach" für die Flurstücke 234/22, 234/13, 230/76, 230/74, der Flur 2, Gemarkung Jesteburg für den Bau eines Regenrückhaltebeckens
Status:öffentlich  
Beratungsfolge:
Bau- und Planungsausschuss Jesteburg Vorberatung
26.02.2020 
Sitzung des Ausschusses für Bau und Planung der Gemeinde Jesteburg ungeändert beschlossen   
Verwaltungsausschuss Jesteburg Entscheidung
Anlagen:
20-022 Begründung RBB abweichender Bau  
20-022 Lageplan RBB  

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Erläuterung:

Der Eigentümer der Flurstücke 234/22, 234/13, 230/76, 230/74, der Flur 2, Gemarkung Jesteburg hat auf seinem Grundstück ein Regenrückhaltebecken erstellt. Bei der Schlussabnahme wurde festgestellt, dass das Rückhaltebecken abweichend der Baugenehmigung und nicht konform dem rechtsgültigen Bebauungsplan errichtet wurde. Die Vorschriften richten sich nach den Festsetzungen des Bebauungsplanes Nr. 1.46 „Am Brettbach“. Gemäß textlicher Festsetzung Nr. 7.1. ist die Regenwasserrückhalteanlage naturnah auszugestalten. Die Anlage ist als Nassbecken mit einem Sandfang zur Sedimentationsrückhaltung sowie einer Tauchwand zur Rückhaltung von Leichtstoffen herzustellen. Der Niederschlagwasserabfluss aus der Rückhalteanlage in den Brettbach ist über eine Rohrdrossel kontrolliert abzuleiten. Zur Ausfilterung von Fein-/Schwebstoffen ist die Sohle des Nassbeckens mit Schilfpflanzen und Seggen zu bepflanzen. Ferner sind laut textlicher Festsetzung Nr. 7.2 im Kronentraufbereich vorhandener Bäume zur Oberflächenbefestigung ausschließlich wasserdurchlässige Materialien zu verwenden.

 

Gemäß Begründung des beauftragten Ingenieurbüros für Wasserbau wurde bei Aufnahme der Erdbautätigkeiten auf dem Gelände ein erhöhter Grundwasserstand (ca. 23,80 mNN) im Nordosten des Grundstückes festgestellt im Vergleich zu den Alt-Messungen (23,13 mNN), die Grundlage für die Beckenplanungen waren. Daraufhin wurden zusätzliche ergänzende Grundwassermessstellen auf dem Grundstück errichtet. Aufgrund dieses erhöhten Grundwasserstandes war die erforderliche Standfestigkeit des Erdbeckens bei anstehenden äußeren Grundwasserständen von 23,80 mNN und Stauwasserständen von 22,80 mNN im Becken nicht gegeben.

 

Aus diesem Grund musste eine starre Außenwanddichtung in Form einer Spundwand aus Stahlprofilen mit einer Sohldichtung/Auftriebssicherung aus Stahlbeton gewählt werden. 

 

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Beschlussvorschlag:

Der Verwaltungsausschuss beschließt, dem Befreiungsantrag für die geänderte Ausführung der Regenrückhaltebeckens aufgrund des erhöhten Grundwasserstandes gemäß textlicher Festsetzungen Nr. 7.1 und 7.2 zu zustimmen. 

 


Finanzielle Auswirkungen:

nicht benannt

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Anlage/n:

Begründung RBB abweichender Bau

Lageplan RBB

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich 20-022 Begründung RBB abweichender Bau (10 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich 20-022 Lageplan RBB (16707 KB)